Aktueller Bericht in TINA

 

Hier eine Reportage, die in TINA Heft Nr 19/2017 erschienen ist...

...weiter unten der gesamte Artikel für Sie zum lesen!

 

Quelle: TINA 19/2017

Text: Sabine Klink

Fotos: Amin Akhtar

 

Als ich Julia Neumeister (50) das erste Mal traf, mitten in Aktion als Pferde-Heilerin (www.weg- bereiter.com, tina berichtete), sah ich, wie sie einem völlig apathischen Pferd, das nicht mehr reitbar war, seine Kraft zurückgab. Mit den Händen zog sie irgendetwas Energetisches aus dem Tier, dass es laut aus ihren Fingerkuppen knisterte. Mir fiel die Kinnlade runter.

 

Nebenbei erwähnte Julia, die eine Ausbildung in TCM (traditionelle chinesische Medizin) hat, dass sie auch Menschen behandelt. „Pferde sind mir eigentlich lieber, die sind hoch empathisch und lassen die Heilung einfach geschehen. Menschen behindern den Prozess oft mit ihrem Kontroll-Denken“, so die Berlinerin. Und doch sei der Bedarf bei Menschen enorm, die trotz ärztlicher Behandlung nicht glücklich sind, unter Schmerzen oder unter was auch immer leiden, ob mit oder ohne Diagnose, mit oder ohne Medikamente.

 

Meine Freundin Elke (50) und ich (51) sind so zwei. Sie nimmt Tabletten gegen ihr Hashimoto-Syndrom, sagt aber: „Ich nehme trotz Sport nicht ab, nach dem Essen überfällt mich bleierne Müdigkeit, und meine Stimmung geht oft in den Keller.“ Bei mir ist es die Lunge. Stiche, Atemnot. Ein Lungenarzt sah keinen Handlungsbedarf, meinte nur, es sei psychosomatisch.

 

Kurz: Elke und ich sind reif für Julia. Sie heißt uns in ihrem Zuhause in Berlin zur Behandlung willkommen. „Normalerweise sind vier bis sechs Sitzungen für eine System-Öffnung erforderlich. Wir schauen mal, was wir erreichen. Wichtig vorab: Ich bin kein Arzt, ich erfühle nur vorsichtig die Beschaffenheit des Gewebes“, sagt sie. Wir nicken, Elke beginnt zu erzählen: „Ich habe eine Autoimmunerkrankung der Schild- drüse, die wird substituiert mit ...“ Sie berichtet detailliert mit viel Fachlatein, bis Julia unterbricht: „Ich brauche die Informationen nicht. Ich gehe ohne Absicht an dein energetisches System, horche hinein und gehe mit den Schwingungen in Resonanz“, sagt sie und erklärt weiter: „Unser Ist-Zustand ist der folgerichtige Zustand aus Erbanlage und dem, was wir bis heute körperlich und emotional erlebt haben. Oft sind die Ursachen für Beschwerden alte Informationen im Körper. Ein Schrecken durch einen Unfall, eine OP, der noch im System steckt.“ Anders als beim Reiki gäbe sie nichts hinein. „Ich gehe an die belastete Energie und ziehe sie heraus.“ Anstrengend sei das für sie, weil die Fremdbelastung durch sie hindurchgeleitet wird. „Ich schwitze, friere, spüre Schmerz, bei System- Öffnungen bekomme ich Gänsehaut!“

 

Also los, Elke ist die Erste auf der Liege. Mit geschlossenen Augen ertastet Julia Elkes Hals und atmet sofort schwer und laut. „Hier sind Verdickungen, meine Hände werden warm. Ich spüre, dass die Energie-Versorgung hier stagniert“, sagt sie, schüttelt ihre Finger, dass es knistert und knackt.

 

„Hörst du das?“, fragt sie Elke. „Das sind deine Verspannungen.“ Julia fühlt weiter, plötzlich: „Woher hast du das Loch hier am Kopf?“ Elke antwortet zögerlich: „Ein Bypass, ich hatte vor vielen Jahren einen Hirntumor.“ Julia nickt und geht mit den Fingern zurück zum Hals. „Das ist unangenehm, aber es bewegt sich was, also, mach weiter“, sagt Elke. Julia nickt: „Es wäre nicht unangenehm, wenn energetisch alles okay wäre, ich taste nur.“ Julia berührt Elkes Körper, am Fußgelenk ist es Elke wieder unangenehm. „Ein Punkt für Depression“, flüstert Julia zu sich selbst.

 

Nach anderthalb Stunden Behandlung, in denen Elke oft wegdämmert, sagt Julia: „Ein Schock von damals ist weg. Die Trauer verschwindet, das ist gut. Geht es dir gut?“ Elke überlegt: „Ja, mir ist nur kalt.“ Julia dagegen zeigt uns ihren nass geschwitzten Rücken: „Das war eine fette System-Öffnung. Elke, du bist jemand, der sich kontrolliert, sein emotionales Konzept seit Jahren schützt. Es wird bei dir ein, zwei Wochen dauern, bis die Auswirkungen der Öffnung sich bemerkbar machen, du dich fitter, wohler fühlst. Dein Hals ist schon schmaler.“ Ich sehe das auch, Elke selbst nicht. „Ich fühle mich wohl, wie nach einer OP erwacht. Sonst spüre ich ... wenig“, sagt sie.

 

Nach ein paar Stunden Pause bin ich dran. Kann’s kaum erwarten, dass es knistert. Aber – nix. Julia tastet, fühlt, doch da kommt nichts. Zu meinem Brustkorb wegen der Lunge geht sie gar nicht. Minuten später drückt sie mein rechtes Handgelenk, schaut es an und sagt: „Ich bekomme die Idee ,Narbe‘. Hast du eine?“ Ich überlege. „Ja, und zwar genau am anderen, linken Handgelenk. Aber die ist okay, ein Unfall im Werkunterricht, mitten in die Pulsader, ich war zehn Jahre alt. Es wurde im Krankenhaus genäht, alles gut!“

 

Julia wechselt zur „richtigen“ Hand, drückt auf die Narbe und sagt: „Nee, die ist nicht okay. Sie ist aktiv störend.“ Dann drückt Julia in der Innenfläche meiner Hand, und ich bekomme einen so fiesen Schmerz-Schlag in den Daumen, dass ich hochfahre und aufschreie. Und noch mal, als hätte ich an einen Strommast gefasst.

 

„Daumen, ah, ein Punkt für die Leitbahn zu Dickdarm und Lunge! Bingo! Sieh mal!“ An ihrem ganzen Arm – Gänsehaut.

Plötzlich spüre ich, wie es in mir brodelt. Mein Darm macht laute Geräusche. „Hast du Probleme mit der Verdauung?“ Ich nicke „Seit ich denken kann. Schon als Kind, immer. Es ist für mich normal.“ Ich überlege, ob es sein kann, dass die Probleme nach dem Schulunfall losgingen? Ja, das kann sein. Nach einer Stunde öffnet Julia die Fenster und verlässt erschöpft den Raum. Ich solle mir Zeit nehmen mit dem Aufstehen. Und – dabei lacht sie – in den Spiegel gucken. Ich würde gern sofort ins Bad, kann mich aber nicht bewegen. Mein Bauch macht Wellen, als würde er von unsichtbaren Händen durchgeknetet. Unheimlich ist das. An Beinen und Armen habe ich Gänsehaut, fange an zu weinen. Fühle mich unsagbar erleichtert, als wäre eine jahrelange Last von mir genommen. Und ich fühle tiefe Dankbarkeit. 

 

Nach 20 Minuten schaue ich in den Spiegel, und: „Wow! Mein Gesicht ist ja total glatt!“ Julia lacht: „Schöner Nebeneffekt, oder? Besser als Botox oder Lifting.“ Zum Abschied sagt sie: „Elke, du hältst wohl noch fest an alten Glaubenssätzen, da bräuchte ich mehrere Sitzungen. Rücken- schwimmen könnte helfen, die Wirbelsäule zu unterstützen.“ Elke nickt. Zu mir sagt Julia: „Spektakulär. Die Verletzung aus Kindheitstagen ist raus und kommt auch nicht wieder. Daran war nichts Psychisches gekoppelt, das hätte ich gespürt. Großartig!“

 

Zum Abschied umarmen wir uns herzlich. Zwei Wochen später spreche ich mit Elke über die Behandlung. „Es hat mir gut getan“, sagt sie. „Ich bin beeindruckt von Julias empathischen Fähigkeiten. Eine Veränderung spüre ich aber nicht.“ Bei mir dagegen ist es wie ein Wunder. Super Verdauung, Bauch ist weg, keine Atemnot, keine Stiche, glatte Haut.

 

Quelle: TINA 19/2017